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1938 Original

Räuber im Teich

Volk im Bild 1938
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1936 Berliner Volkszeitung Original

Der kleine Staat am Boden – Ameisen lehren Volkswirtschaft

Berliner Volkszeitung 1936
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1939 Berliner Lokal-Anzeiger Original

Madam Butterfly und die Frühlingswitwen

Berliner Lokal-Anzeiger 1935
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1935 Berliner Lokal-Anzeiger Original

Die fliegende Königin – Eine Termite wandert aus

Berliner Lokal-Anzeiger 1935

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1938 Berliner Volkszeitung Original

Ist der Skorpion ein Selbstmordkandidat?

Berliner Volkszeitung 01.05.1938
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1939 Berliner Tageblatt Original

Hunger!

Sonntagsbeilage des Berliner Tageblatt 15.01.1939
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1938 Berliner Morgenpost Original

Frösche, Eichhörnchen, Schlangen, die fliegen können

Berliner Morgenpost 10.10.1938

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1938 Berliner Tageblatt Original

Der „Mustergatte“ im Tierreich

Haus Hof Garten, Sonntagsbeilage des Berliner Tageblatt 02.10.1938

Der Mustergatte im Tierreich

In den Kreuzworträtsel wird oft nach einem australischen Laufvogel gefragt, es ist der Emu, ein naher Verwandter des Strausses. Der Strauß hilft seiner Frau die Eier ausbrüten und verteidigt tapfer seine Brut, der Emu-Vater aber brütet allein die Eier aus, er vertreibt sogar die Mutter. Das Brüten, das Grossziehen und das Behüten der Kinder ist ausschließlich seine Sache. Auch der amerikanische Verwandte des Strausses, der Nandu, brütet die Eier aus und führt seine Kinder spazieren, besser als jede Mutter.

Ein braver Ehemann ist auch der Kalao auf Borneo. Zwar mauert der Gatte seine Frau in ein Baumloch ein, wenn sie auf den Eiern sitzt, aber er ernährt die Brütende so gut, fliegt immer hin und her und sorgt ständig für neue Nahrung, dass er merklich abmagert. Ein Jäger schoss einst einen treuen Kalao-Vater ab. Zum Glück beobachtete ein Kalao-Junggeselle die Eingemauerte, hungernde Witwe, trug ihr weitere Nahrung zu und sorgte auch später für die ausgebrüteten Jungen. Selbst Stiefvater sind gut – unter den Vögeln.

Besonders kurios ist der Vater, denn er trägt die Eier in einer Bruttasche. Sie ist am Bauch angebracht, mit der Entwicklung der Brut schwillt der Bauch an! Nachdem der Vater die Jungen zur Welt gebracht hat, kümmert er sich weiterhin um seinen Kindergarten.

Ein eigenartiges Fischlein ist das Seepferdchen. Es kann mit seinem Greifschwanz Pflanzen umklammern und schielt nach verschiedenen Richtungen wie ein Chamäleon. Besonders kurios ist der Vater, denn er trägt die Eier in einer Bruttasche. Sie ist am Bauch angebracht, mit der Entwicklung der Brut schwillt der Bauch an! Nachdem der Vater die Jungen zur Welt gebracht hat, kümmert er sich weiterhin um seinen Kindergarten.

Berühmt unter den Fischen sind die Stichlingsväter geworden. Das Männchen baut ein faustgroßes Nest mit Eingang und Ausgang. Jetzt geht der männliche Stichling auf Brautschau und jagt eine Auserwählte nach der anderen durch sein kunstvolles Nest. Die Weibchen sollen im Nest ihre Eier legen, die der Nestbesitzer befruchtet. Entweder greift er jeden Räuber an oder er versucht ihn vor zu locken. Krabbeln die Stichlingsjungen aus den Eiern, dann verdoppelt sich die Vorsicht des stolzen Vaters. Immer ist der um die kleinen Fische herum, und wagt sich ein Sprössling zu weit vom Neste fort, dann trägt er die Ausreißer behutsam im Maul wieder heim. Der Stichling ist nicht der einzige gute Vater unter den Fischen. Die sogenannten Maulbrüter nehmen die Eier von den Weibchen, bewahren Sie in ihrem Maul auf, fresse nichts, eher würden sie verhungern und überlassen das Maul ihre Nachkommen als Kinderstube. Väter werden zu Helden.

Aquariumsbesitzer kennen die Makropoden. Schon das Liebesspiel dieser Fische ist reizend. Im tanzenden Liebesschwimmen zeigen sie eine auffallende Färbung, die sofort nachlässt, wenn man die Fische trennt. Im Liebesspiel geben sich die Fische sogar eine Art Kuss, es ist, genauer gesagt, ein Mittelding zwischen küssen und beißen. Bald baut das Männchen der zukünftigen Brut an der Oberfläche des Wassers ein Schaumnest, gebildet aus Luft und Speichel. Die Eier werden unterhalb des Nestes gelegt. Der Vater ist dabei sehr aufgeregt und gibt jedem Ei die entsprechende Richtung. Die Eier steigen empor und bleiben unterhalb des Schaumnestes kleben. Die Mutter kümmert sich nach der Eiablage um nichts mehr, aber der Vater besser immer am Nest herum und ordnet die Eier. Auch wenn die Brut auskriecht, sorgt der Vater für seine Jungen und bringt wie der Stichlingspapa seine Jungen im Maul in das Nest zurück.

Die Geburtshelferkröte lebt in Mittel und Westeuropa wir kennen sie im Rheinland. Wenn die Hochzeit gefeiert wird, dann zieht das Menschen die Eierschnüre aus dem Leibe des Weibchens und wickelt sie mehrfach verschlungen um die Schenkel. Tage lang schleppt sich der Vater mit den Eiern herum, will sogar von anderen Müttern neue Eierstöcke haben und streitet sich deswegen mit fremden Männern. Der Vater trägt seine Kinderlast mit Lust. Wenn die ersten Bewegungen in den Eiern spürbar werden, wenn sich Herzschlag und Kiemenbewegung in den durchsichtigen Eiern zeigen, dann will der besorgte Vater ins Wasser. Hier strampelt er lebhaft mit seinen Beinen, die Eier bekommen dadurch Risse, und die Kaulquappen können entschlüpfen.